Video: MADSIUSOVANDA – Saved // duo version

Heute möchte ich einmal ruhigere Töne anschlagen und Euch das Video vom Newcomer Duo Madsiusovanda ans Herz legen. Ganz subtil mit Carina Madsius am Klavier und dem Gesang von Pia Ovanda geht dieser soulige Song richtig schön ins Ohr. Es muss nicht immer nur verstärkte Rockpower sein, auch eine Stimme und ein Klavier können Gänsehaut bewirken.


Für mehr Infos zu Madsiusovanda besucht am besten ihre Facebook Seite: www.facebook.com/madsiusovanda

Katzenjammer

Heute möchte ich Euch eine schräge und außergewöhnliche Frauenband präsentieren: nämlich Katzenjammer aus Norwegen. Die Band besteht aus den studierten Musikerinnen Anne Marit Bergheim, Marianne Sveen, Solveig Heilo und Turid Jørgensen.
Gegründet wurde Katenjammer im Jahr 2005, der große Durchbruch kam im Jahr 2008 durch einen Auftritt beim skandinavischen Musikfestival- und  Kongress By:Larm. Daraufhin erschien im September „Le Pop“, das war das erste Album des Quartetts. Von da an ging es stetig bergauf mit Katzenjammer.
Scheinbar unermüdlich tourten sie durch Europa und spielten in kleinen Venues ebenso wie auf den großen Festivals, wie zum Beispiel dem Hurricane in Deutschland, dem Nova Rock in Österreich oder dem Gurtenfestival in der Schweiz.
Kommen wir aber nun zum Musikstil der vier Norwegerinnen: Am einfachsten lässt sich dieser mit Folk klassifizieren, wird aber den unterschiedlichen Einflüssen der Lieder nicht gerecht. Denn die verschiedensten Stile wie Country, Chanson, Jazz, Rock und sogar Balkan-Musik haben ebenfalls den Musik von Katzenjammer geprägt. Pop und Rock im klassischen Sinne kommen auch noch zum Mix hinzu. Jede der vier Musikerinnen vermag es außerdem, mehrere Instrumente zu spielen. Das heißt Katzenjammer verwendet vom Akkordeon über Klavier, Mundharmonika und Schlagzeug bis hin zur Ukulele, nahezu alles, was Klang erzeugt. Selbst improvisierte Instrumente wie Blecheimer werden zum Einsatz gebracht. Auf keinen Fall, darf aber der mal zuckersüße mal kräftige vierstimmige Gesang der vier Damen vergessen werden.
Katzenjammer entführen die HörerInnen in ihre eigene Welt, die man irgendwo zwischen Jahrmärkten, dem Zirkus, auf Piratenschiffen und in düsteren Spelunken findet. Live sind Katzenjammer mit Ihrer außergewöhnlichen Performance ein großes Erlebnis, bei dem es sich lohnt, dabei zu sein.
Die offizielle Website: www.katzenjammer.no
Alben:
·        2012: A Kiss Before You Go – Live in Hamburg
·        2011: A Kiss Before You Go
·        2008: Le Pop
Bildnachweis: © Katzenjammer.no (Promo-Pic)

Lunachicks

Seit über 10 Jahren ist es nun still um die All-Girls-Punkband Lunachicks aus den USA geworden. 
Die 1987 in New York gegründete Band aus dem Umfeld der Riot Grrrl Bewegung hat sich aber nie aufgelöst. Daher besteht für die Fans immer noch Hoffnung, dass sich die Damen wieder zusammen im Studio einfinden und dann auch wieder auf Tour gehen.
Die Gründerinner der Lunachicks Gina Volpe, Theo Kogan und Sydney „Squid“ Silver lernten sich an der Fiorello H. LaGuardia High School of Music & Art and Performing Arts in New York kennen und beschlossen daraufhin, eine gemeinsame Band zu gründen. Der Sound der Lunachicks ist schnell, rau, eben ein guter Punk-Sound. Die Liedtexte mitunter voller bitterbösem Humor. Das erkennt man schon allein, wenn man sich den Titel ihres ersten Albums „Babysitters On Acid“ auf der Zunge zergehen lässt.
Ich erinnere mich gern daran, als ich die Lunachicks bei einem meiner ersten Konzertbesuche im Jahr 1997 in Rimini als Vorband für Galliano sah. Damals konnte ich ihr schrilles, bestimmtes und lautes Auftreten noch nicht richtig zuordnen. Sie waren gerade auf Tour für ihr viertes Album „Pretty Ugly“ und der Album-Titel war auch für ihr Auftreten Programm. Erst nach und nach lernte ich die Band und vor allem dieses Album richtig zu schätzen.
Nach Pretty Ugly veröffentlichten die Lunachicks noch eine Live-CD mit Aufnahme eines Konzertes auf Coney Island mit dem Namen „Drop Dead Live“. Nach Erscheinen des letzten Albums „Luxury Problem“ im Jahre 1999 tourten die Band zum letzten Mal. Seit 2000 gab es nur zwei Reunions-Auftritte der Band und zwar 2002 im legendären CBGB und 2004 auf einem Konzert für Frauenrechte in Washington D.C.
Wenn man aber der Darstellung auf der Website ihre Plattenlabels Go-Kart Records glauben darf, dann war das nicht das letzte, was man von den Lunachicks gehört hat. Denn dort steht es „Schwarz auf Weiß“: >>So what’s up next – stay tuned, we have some big plans in the works!<<
Wir können also gespannt sein, ob sich die Lunachicks wieder zusammenfinden, oder doch lieber ihre Karrieren in anderen Bands bzw. mittels anderer Medien fortsetzen wollen.
  • 1999: Luxury Problem
  • 1998: Drop Dead Live
  • 1997: Pretty Ugly
  • 1995: Jerk of All Trades
  • 1992: Binge & Purge
  • 1990: Babysitters on Acid

Offizielles Band-Profil: http://www.gokartrecords.com/index.php?PAGE=bands&id=8

The Scary Bitches

Zwar nicht mehr ganz so aktuell, aber zu gut, um sie hier nicht zu erwähnen, sind die Scary Bitches. Diese stammen ursprünglich aus Großbritannien und wurden von Alma Geddon und DEADri Ranciid gegründet.Und nicht umsonst haben die beiden ihren Bandnamen gewählt, denn wenn man diese Gothic-Walküren in ihren verrückten Verkleidungen und dem dementsprechend ver-/entrückten Auftreten betrachtet, fürchtet man sich tatsächlich. Aber diese Furcht ist ein angenehmer Schauer, der einen über den Rücken läuft, wenn man ihren Lieder wie „You Always Eat The One You Love“, „Lesbian Vampyres From Outa Space“ und „Creepy Crawlies“ lauscht. Auch die Stimmen der Scary Bitches sind schaurig-schrecklich und gerade deshalb wunderbar. Aber Achtung: man sollte sich nicht zu sehr auf diese schrägen Vögel einlassen, denn passt man nicht auf kann es passieren, dass man am Ende aussieht wie diese (beschrieben in dem Song „You’ll End Up Looking Like The Scary Bitches“).

Mit Ihrer Mischung aus schrägen Gothic Rock, elektronischen Elementen und Punk mit very britishem Kannibalen-Humor taten bzw. tun sich die Scary Bitches wohltuend aus der sich selbst manchmal zu ernst nehmenden Goth-Szene hervor.
Insgesamt hat die Band 3 Alben, nämlich „Lesbian Vampyres From Outa Space“, „Creepy Crawlies“ und zuletzt 2009 „The Island Of The Damned“ veröffentlicht. Leider ist es seitdem still um die Scary Bitches geworden. Aber wie sagt man so schön: „Untote leben länger!“ Ich würde mich auf jeden fall freuen, wenn sie bald wieder ihr Unwesen treiben.