ALBEN: HORRORPOPS – HELL YEAH!

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Heute bin icCover des Albums Hell Yeah von den Horrorpopsh beim Durchstöbern meiner CDs auf eines meiner alten Lieblings-Psychobilly Alben gestoßen. Und zwar auf Hell Yeah! von den Horrorpops. Diese dänische Band mit der Sängerin und (Double) Bassistin Patricia Day gibt es zwar leider nicht mehr, war aber auf jeden Fall sehr interessant und unterhaltsam. Hell Yeah ist ein Album voller Attitude und bedient einige Psychobilly bzw. Rockabilly Themen aus der weiblichen Sicht. So hört man zum Beispiel Patricia heiser, ja schon fast orgiastisch etwas über einen „Kool Flattop“ singen, oder lernt etwas über die Eigenschaften der „Psychobitches Outta Hell“. Aber auch das Thema Beziehungen zieht sich durch das ganze Album von „Miss Take“ bis hin zum vorletzten „Song Emotional Abuse“. The Horrorpops bestanden übrigens neben Patricia Day und den beiden weiblichen Cheerleadern aus vier Männern, darunter Kim Nekroman von den Nekromantix (und jetziger Ehemann von Patricia).

Fazit:  Zwar schon ein „älteres“ Album, aber immer noch „Hell Yeah!“.

Tracklist:

  1. Julia
  2. Drama Queen
  3. Ghouls
  4. Girl in a Cage
  5. Miss Take
  6. Where They Wander
  7. Kool Flattop
  8. Psychobitches Outta Hell
  9. Dotted With Hearts
  10. Baby Lou Tattoo
  11. What’s Under My Bed
  12. Emotional Abuse
  13. Horrorbeach

 

Alben: Sleater-Kinney Comeback nach 10 Jahren: Knalliger und Puristischer Indie-Punk-Noise-Rock aus den USA

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Gastartikel von Philipp –

Das US-amerikanische Mädels-Trio aus Olympia, im Bundesstaat Washington, legt nach. Und wie!

Die 1994 gegründete Band, mit den aktuellen Mitgliedern Corin Tucker, Carrie Brownstein und Janet Weiss, veröffentlichte am 16. Januar 2015 Ihr Comeback-Album „No Cities To Love“ auf Sub Pop.
Das Power-Trio mit dem auf dem ersten Blick seltsam erscheinenden Namen – Sleater-Kinney bezieht sich auf eine Ausfahrt der Bundesautobahn 5 (I-5) zwischen Seattle und Portland Namens „Sleater Kinney Road“ – bleibt seinen eigenen Wurzeln treu und feuert ein 10 Titel starkes Album irgendwo zwischen Indie-Rock, Punk und Noise-Rock in die Welt hinaus.

Sleater-Kinney gründete sich zu Zeiten der Riot Grrrl Bewegung. Die Bewegung entstand in den Anfängen der 1990 Jahre als feministische und subkulturelle Gegenbewegung zur allgemein herrschenden männlichen Musik-Dominanz und den von Männern geprägten Bühnenshows. Riot Grrrl umschloss insbesondere die US amerikanische Hardcore-Punk Szene. Auch Jahrzehnte nach dieser „Aufruhrzeit“, klingen Sleater-Kinney nach wie vor Rau, Alternativ und einfach herrlich kernig und unangepasst. Die Mädels haben sich ganze zehn Jahre für ihr Comeback Zeit gelassen, um jetzt mit ihrem – mittlerweile achten Album – in 2015 wieder richtig durchzustarten. „No Cities To Love“ ist durchgehend eingängig und auch für Genreneulinge zugänglich und absolut zu empfehlen. Man spürt die Energie, die Power und die Aufrichtigkeit, die Corin, Carrie und Janet in dieses Album gelegt haben. So wünscht man sich ein Comeback-Album. Klasse! Mein persönliches Highlight ist Track Nr. 2 – „Fangless“. Der Track kommt fast dancig und etwas poppig rüber, durchdringt einen aber direkt in den ersten Tönen mit cooler Punk-Attitüde und Catchy Vocals. Corin Tucker und Carrie Brownstein, beide für Gesang und Gitarrenspiel zuständig, glänzen auf „No Cities To Love“ mit ihren vollen und Powergeladenen Stimmen. Weiteres Highlight: Track Nr. 7 – „Gimme Love“. Schöne eingängige und melodiöse Töne und die, wie gehabt, tollen Vocals machen einfach Lust auf mehr.
Viel mehr! Ich kann euch das Album wirklich nur ans Herz legen. Reinhören lohnt sich!

Ihr könnt das Album hier, bei artistxite, herunterladen: Sleater-Kinney – No Cities To Love. Weitere tollen Alben, aus verschiedenen Rock Stilrichtungen, findet ihr ebenfalls als Musik Download und MP3 Download bei artistxite.de. Neuigkeiten aus der Musikwelt gibt’s auch auf dem Musik Blog.

Bildnachweis: www.subpop.com

Alben-Klassiker:The Dresden Dolls – The Dresden Dolls

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An dieser Stelle ist es einmal angebracht über eines meiner absoluten Lieblingsalben zu berichten und zwar über „The Dresden Dolls“ der gleichnamigen Band.
Schon 2004 als dieses Album herauskam und ich es kaufte, war ich hin und weg. Dieses Album hat alles was man sich als Musikliebhaberin wünschen kann: Tiefgang, ebenso eingängige wie eigenwillige Melodien und einen großen Schuss ironischer Theatralik. Letztere mag für nüchterne Realisten vielleicht doch etwas zu pathetisch klingen – doch wer ist schon gerne Realist und darüber hinaus nüchtern 😉 .
Die Dresden Dolls, die auch wenn der Bandname etwas anderes sagt, nicht aus Deutschland sondern aus den USA, genauer gesagt aus Boston, stammten, entführten die HörerInnen in eine eigene kleine Scheinwelt. Leider hat sich die Band bis auf ein paar Live-Shows seit 2008 auseinandergelebt.
Die beiden Bandmitglieder Amanda Palmer (Piano und Gesang), sie wandelt sehr erfolgreich auf Solopfaden und Brian Viglione (Schlagzeug) wurden nach der Gründung ihrer Band, Anfang der 2000er recht schnell zu Insidertipps in ihrer Heimat. Und flogen dann immer wieder auch für Tourneen über den großen Teich. Ihr selbst geprägter Stil war eigenwillig und von der Band selbst als „Brechtian Punk Cabaret“ bezeichnet.
Zu den herausstechendsten Merkmalen ihres Sounds zählen virtuose Pianoklänge, gepaart mit tragischkomischen teilweise sogar abstrusen Texten, die Amanda Palmer mit ihrer einzigartigen Stimme vorträgt. Brian Viglione unterlegt das ganze mit „bockigen“ Rhythmikteppichen.
Insgesamt bietet „The Dresden Dolls“ (das Album) zwölf atemberaubende Lieder, deren auffälligstes, zumindest für die weibliche Hörerschaft, wohl „Coin Operated Boy“ sein dürfte. Jahre später wurde es auch durch die Werbung für eine österreichischen Marmelade bzw. Konfitüren-Firma bekannt. Mit dem Konzept eines „Coin operated Boy“ dürften die beiden Dresdner Puppen wissentlich oder unwissentlich auf eine große Marktlücke gestoßen sein. Denn ein automatischer Kavalier dürfte wohl der Traum vieler Frauen, egal in welcher Lebenslage (z.B. ob single oder liiert) sein. Dafür nimmt Frau auch kleinere Abstriche in Kauf, wie im Lied beschrieben: „a coin operated boy, he may not be real experienced with girls but I know he feels like a boy should feel isn’t that the point that is why I want a coin operated boy..“
Aber keine Angst, dieses Album zielt nicht darauf ab, Männer „überflüssig“ zu machen, sondern wird dem einen oder anderen Mann beim Hören auch in seinen Bann ziehen.
Fazit: Auch wenn es die Dresden Dolls so nicht mehr gibt, ist und bleibt ihr Debut ein Klassiker der punkigen, Cabaret-inspierierten Musik. Für mich persönlich ist es ein Album, das ich niemals missen möchte das mich regelmäßig durch mein Leben begleitet.
Und weil es so schön ist, hier ein Link zu dem Video zu „Girl Anachronism“:
Tracklist
1. Good Day
2. Girl Anachronism
3. Missed Me
4. Half Jack
5. 672
6. Coin-Operated Boy
7. Gravity
8. Bad Habit
9. The Perfect Fit

Alben: Scary Bitches – Lesbian Vampyres from Outer Space

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Keine Band hat ihren Namen so verdient wie die Scary Bitches (und das meine ich jetzt absolut nicht böse). Denn sieht man die beiden mächtigen Frontfrauen (Alma Geddon und DEADri Ranciid) in ihren verrückten Klamotten und dem dementsprechend entrückten Auftreten, glaubt man wirklich, es mit einer besonders furchterregenden Spezies von Aliens zu tun zu haben. Auch die anderen – ebenfalls zweieinhalb Band-Mitglieder (Little Alma, Hayley Chopper und Dead Boy) passen in das Bild der verrückten Außerirdischen.
Ebenso passt nicht nur der Titel sondern das ganze Album „Lesbian Vampyres From Outer Space“ in das Konzept dieser englischen Band. Diese verströmt mit ihren Liedern nicht nur außerirdische Vibes, sondern auch ganz weltliche Schrecken, sowie die eigene Weltsicht. Diese beinhaltet Themen wie Nekrophilie („Necrofancy“), Kannibalismus („You Always Eat The One You Love“) und Inzest („Strange Child“), aber auch ganz „banale“ Themen etwa blinder Hass und Rache („Piss All Over Your Grave“). Diese Lieder sin dabei natürlich alle „very british“, also mit dem dunkelschwärzesten Humor gespickt. Vorgetragen werden sie mit den schaurig-außergewöhnlichen und gerade deshalb so interessanten Stimmen der Frontfrauen. Instrumentalisch begleitet werden die Songs von Saxophon-, Synthesizer- und Drumklängen, die die HörerInnen in eine andere Welt entführen. Vor dieser Welt warnt die Band selbst aber eindringlich mit dem Lied „You’ll End Up Looking Like The Scary Bitches“.Fazit: Lesbian Vampyres from Outer Space ist besonders für Leute eine Anleitung, die schon immer an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn standen und sich noch nicht für eine Seite entschieden haben. Und für den einen oder anderen Menschen fällt dann der letzte (Entscheidungs-)Schritt nach dem Hören des Albums die endgültige Entscheidung.

Tracklist
1. Lesbian Vampyres From Outer Space
2. Werewolfe
3. You Always Eat The One You Love
4. There’s A Licanthrope On The Bus
5. Strange Child
6. Piss All Over Your Grave
7. Theme From The Monsters
8. Necrofancy
9. The Hole
10. Bad Hair Day
11. You’ll End Up Looking Like The Scary Bitches
12. Necrofancy (Roman Jugg/Mark Elliott remix)

Alben: Bonsai Kitten – Welcome To My World

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Ich erinnere mich noch ganz genau an das erste Lied, das ich von Bonsai Kitten gehört habe: und zwar war das die Coverversion von „Poison“ von Alice Cooper.

Und seit dem hat mich die außergewöhnliche Stimme von Sängerin Tiger Lilly Marleen in ihren Bann gezogen. Umso erstaunter war ich, als ich Bonsai Kitten endlich live erleben durfte und zum ersten Mal die Frau zur Rock-Röhre sah. Und ich konnte kaum glauben, dass so ein Stimm-Orkan aus der Kehle einer so zierlichen Frau kommen kann.

Das war eine Bestätigung, dass der äußere, „unschuldige“ Schein manchmal trügt: Auch ist es unter dieser Voraussetzung nicht verwunderlich, dass das Lied „Life Is a Bitch and So Am I“ für die Fronterin und die Band Programm zu sein scheint, zumindest auf der Bühne. Insgesamt machen die Berliner mit ausgeklügelten Bass-Slaps, eingängigen Melodien und Drum-Gewittern live und aus der Konserve mit ihrer selbsternannten „Killbilly“-Musik so richtig Laune. Und Bonsai Kitten zeigen ihre persönliche „Kill“-Note das ganze Album hindurch, vom Titel-gebenden Song „Welcome to My World“ über „Cat Scratch Fever“ bis hin zum Country-Rockabilly Duett mit Hank „Holy Roler“ Ray. Wer in Liedern auch tiefgründige Botschaften und Lebensweisheiten vorfinden möchte, dem sei allein das letzte Lied des Albums „Don’t Get to Drunk to Fuck“ ans Herz gelegt.
Fazit: Diese Platte ist nicht nur textlich „äußerst wertvoll“ sondern macht auch durch und durch Spaß.
 
Tracklist:
1. At War
2. Welcome To My World
3. Cat Scratch Fever
4.Un~
5. Baby Rock On – Bonsai Kitten / Ray, Hank „Holy Roller“ / Morton, Tex
6. Life Is A Bitch And So Am I – Bonsai Kitten / Cole, Mark „Mad Dog“
7. Zombie Mafia
8. Until It Sleeps
9. That’s Why The Lady Is A Vamp – Bonsai Kitten / Harvey, Danny B.
10. Hanging On The Telephone

Alben: The Silver Shine – In The Middle of Nowhere

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Der neue Streich des ungarischen Trios „The Silver Shine“ heißt „In The Middle of Nowhere“. Dabei liefern zwei Herren und eine Dame Vintage Punkrock’n’Roll mit Slap-Bass.
Un das Beste: Bassistin Krista Kat holt aus ihrem Kontrabass sowohl schnelle Psychobilly-Rhythmen als auch klassische Rockabilly-Basslines heraus. Und auch ihre Stimme beeindruckt mit tiefen und kräftigen Tönen.
Sie ist aber nicht die Einzige bei The Silver Shine, die singt, denn auch ihr Bandkollege Ati Edge, der dazu noch schwungvoll Gitarre spielt, liefert einen Stimmbeitrag. Der dritte im Bunde, der Drummer Furo singt zwar nicht, trägt aber mit seinen mächtigen Drumgewittern zum tollen Sound der Band bei.
Das erste Lied „In the Middle of Nowhere“, gleichzeitig der Titel gebende Song, dreht sich um das Thema Aufbruch. Neben diesem stechen vor allem die Tracks „Never Again“, ein Lied mit der Abrechnung an einen untreuen Partner und „I am Sorry, I Was Wrong“, ein Lied über das schlechte Gewissen hervor. Zwei Cover-Versionen. Die beiden Cover-Versionen von „Jolene“ (der Country-Legende Dolly Parton) und „Tainted Love“ (der 80er Helden Soft Cell) machen das Album komplett. Dabei versteht sich aber von selbst, dass der Country- und dieser 80er Wave-Song ganz im Vintage Punkrock’n’Roll Stil von THE SILVER SHINE adaptiert wurden.
Fazit: Das mittlerweile siebte Album der Band ist ein temporeiches Punk’n’Roll-Werk, das Spaß macht und live sicher auch gut ankommt.
Tracklist:
1. In the Middle of Nowhere
2. If I Was to Start It All Again
3. Never Again
4. Faded Newspapers
5. Jolene
6. Open Your Eyes
7. I Am Sorry I Was Wrong
8. Just Make Your Guns
9. On the Way Back Home
10. Tainted Love