Alben: Bonsai Kitten – Welcome To My World

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Ich erinnere mich noch ganz genau an das erste Lied, das ich von Bonsai Kitten gehört habe: und zwar war das die Coverversion von „Poison“ von Alice Cooper.

Und seit dem hat mich die außergewöhnliche Stimme von Sängerin Tiger Lilly Marleen in ihren Bann gezogen. Umso erstaunter war ich, als ich Bonsai Kitten endlich live erleben durfte und zum ersten Mal die Frau zur Rock-Röhre sah. Und ich konnte kaum glauben, dass so ein Stimm-Orkan aus der Kehle einer so zierlichen Frau kommen kann.

Das war eine Bestätigung, dass der äußere, „unschuldige“ Schein manchmal trügt: Auch ist es unter dieser Voraussetzung nicht verwunderlich, dass das Lied „Life Is a Bitch and So Am I“ für die Fronterin und die Band Programm zu sein scheint, zumindest auf der Bühne. Insgesamt machen die Berliner mit ausgeklügelten Bass-Slaps, eingängigen Melodien und Drum-Gewittern live und aus der Konserve mit ihrer selbsternannten „Killbilly“-Musik so richtig Laune. Und Bonsai Kitten zeigen ihre persönliche „Kill“-Note das ganze Album hindurch, vom Titel-gebenden Song „Welcome to My World“ über „Cat Scratch Fever“ bis hin zum Country-Rockabilly Duett mit Hank „Holy Roler“ Ray. Wer in Liedern auch tiefgründige Botschaften und Lebensweisheiten vorfinden möchte, dem sei allein das letzte Lied des Albums „Don’t Get to Drunk to Fuck“ ans Herz gelegt.
Fazit: Diese Platte ist nicht nur textlich „äußerst wertvoll“ sondern macht auch durch und durch Spaß.
 
Tracklist:
1. At War
2. Welcome To My World
3. Cat Scratch Fever
4.Un~
5. Baby Rock On – Bonsai Kitten / Ray, Hank „Holy Roller“ / Morton, Tex
6. Life Is A Bitch And So Am I – Bonsai Kitten / Cole, Mark „Mad Dog“
7. Zombie Mafia
8. Until It Sleeps
9. That’s Why The Lady Is A Vamp – Bonsai Kitten / Harvey, Danny B.
10. Hanging On The Telephone