Lunachicks

Seit über 10 Jahren ist es nun still um die All-Girls-Punkband Lunachicks aus den USA geworden. 
Die 1987 in New York gegründete Band aus dem Umfeld der Riot Grrrl Bewegung hat sich aber nie aufgelöst. Daher besteht für die Fans immer noch Hoffnung, dass sich die Damen wieder zusammen im Studio einfinden und dann auch wieder auf Tour gehen.
Die Gründerinner der Lunachicks Gina Volpe, Theo Kogan und Sydney „Squid“ Silver lernten sich an der Fiorello H. LaGuardia High School of Music & Art and Performing Arts in New York kennen und beschlossen daraufhin, eine gemeinsame Band zu gründen. Der Sound der Lunachicks ist schnell, rau, eben ein guter Punk-Sound. Die Liedtexte mitunter voller bitterbösem Humor. Das erkennt man schon allein, wenn man sich den Titel ihres ersten Albums „Babysitters On Acid“ auf der Zunge zergehen lässt.
Ich erinnere mich gern daran, als ich die Lunachicks bei einem meiner ersten Konzertbesuche im Jahr 1997 in Rimini als Vorband für Galliano sah. Damals konnte ich ihr schrilles, bestimmtes und lautes Auftreten noch nicht richtig zuordnen. Sie waren gerade auf Tour für ihr viertes Album „Pretty Ugly“ und der Album-Titel war auch für ihr Auftreten Programm. Erst nach und nach lernte ich die Band und vor allem dieses Album richtig zu schätzen.
Nach Pretty Ugly veröffentlichten die Lunachicks noch eine Live-CD mit Aufnahme eines Konzertes auf Coney Island mit dem Namen „Drop Dead Live“. Nach Erscheinen des letzten Albums „Luxury Problem“ im Jahre 1999 tourten die Band zum letzten Mal. Seit 2000 gab es nur zwei Reunions-Auftritte der Band und zwar 2002 im legendären CBGB und 2004 auf einem Konzert für Frauenrechte in Washington D.C.
Wenn man aber der Darstellung auf der Website ihre Plattenlabels Go-Kart Records glauben darf, dann war das nicht das letzte, was man von den Lunachicks gehört hat. Denn dort steht es „Schwarz auf Weiß“: >>So what’s up next – stay tuned, we have some big plans in the works!<<
Wir können also gespannt sein, ob sich die Lunachicks wieder zusammenfinden, oder doch lieber ihre Karrieren in anderen Bands bzw. mittels anderer Medien fortsetzen wollen.
  • 1999: Luxury Problem
  • 1998: Drop Dead Live
  • 1997: Pretty Ugly
  • 1995: Jerk of All Trades
  • 1992: Binge & Purge
  • 1990: Babysitters on Acid

Offizielles Band-Profil: http://www.gokartrecords.com/index.php?PAGE=bands&id=8

Tarja Turunen

Wohl keine Frau hat den Crossover Sound aus Klassik und Metal (=Symphonic Metal) so geprägt wie Tarja Turunen. Die kräftige Stimme der Sopranistin ist eine der schönsten Stimmen, die ich je gehört habe. Sie vermag es scheinbar mühelos gegen Gitarrenriffs, Growling, Drum-Gewitter und wummernde Bässe anzusingen. Kein Wunder, hat sie doch Operngesang in der Sibelius Academy in Helsinki und in Karlsruhe studiert.

 

Bekannt und später dann berühmt wurde Tarja als Sängerin in der finnischen Symphonic Metal Band Nightwish. Mit dieser veröffentlichte sie zehn CDs, darunter zwei Live-Alben und ein Best Of. Nightwish und Tarja tourten durch die ganze Welt und begeisterten die Massen rund um den Erdball. Einen ganz besonders tollen Einblick in die Wirkung der Sängerin bietet die Live DVD Nightwish – From Wishes To Eternity: Live. Diese wurde bei einem Konzert in Tampere Ende 2000 aufgenommen. Im Jahr 2005 trennten sich die Wege der Band und ihrer Sängerin Tarja Turunen. Während Nightwish die Sängerin Anette Olzon anheuerten, beschritt Tarja nun Solopfade.

 

Ihre erste Veröffentlichung allein war das Weihnachtsalbum Henkäys Ikuisuudesta. Darufhin folgte das 2007 erschienene Album My Winter Storm, in dem sie mit verschiedenen Musikstilen experimentiert, sich aber trotzdem die Symphonic Metal Einflüsse erhält. Der dritte Streich war das 2010 erschienen Album What Lies Beneath.Nach und neben der Veröffentlichung der Studioalben war Tarja ausgiebig auf Tour und spielte auch auf verschiedenen Festivals. Im Jahr 2012 erschien dann ihre erste Live-DVD Act 1, die in Rosario, Argentinien im Zuge der What Lies Beneath Tour aufgenommen wurde. Und beim Betrachten der DVD wird klar, dass sie nichts von ihrer Bühnenpräsenz seit ihren Tagen bei Nightwish eingebüßt hat. Aktuell befindet sich Tarja auf Tour zu ihrem Album Colours In The Dark. Wer die Tourdaten sehen will, der findet diese auf http://www.tarjaturunen.com/en/category/concerts/.

 

Fazit: Schon seit ich Ende der 90er Jahre das Album Oceanborn zum ersten Mal hörte, lässt mich die Stimme von Tarja Turunen nicht los. Selbst wenn man nicht von den härteren musikalische Gangarten wie Metal begeistert ist, wird man sicherlich beim Hören ihrer Stimme verzaubert werden.

 

Bildnachweis:Eugenio Mazzinghi

Die offizielle Website: http://www.tarjaturunen.com

 

Alben unter Tarja Turunen:

o   2013: Colours in the Dark

o   2012: Act 1 (Live-Album)

o   2012: Act 1 (Live-Album)

o   2007: My Winter Storm

o   2006: Henkäys Ikuisuudesta

 

Alben mit Nightwish:

o   2006: End of an Era (Live-Album)

o   2005: Highest Hopes (Best-Of-Album)

o   2004: Tales from the Elvenpath (Best-Of-Album)

o   2004: Once

o   2002: Century Child

o   2001: From Wishes to Eternity (Live-Album)

o   2001: Over the Hills and Far Away (EP)

o   2000: Wishmaster

o   1999: Oceanborn

o   1997: Angels Fall First

 

 

Emilie Autumn

Eine bunte und über die Grenzen mehrerer Subkulturen bekannte Künstlerin, ist die US-Amerikanerin Emilie Autumn.

Schon früh erlernte sie das Geige spielen und wurde durch ihre Eltern musikalisch sehr gefördert. Was dazu führte, dass sie sich als Komponistin, Sängerin und Songwriterin bald einen Namen machte. Mit ihrem Studioalbum Opheliac gelang ihr der große Durchbruch.
Ihr Musik-Stil ist geprägt von Synthie-Klängen und Geigen-Melodien. Emilie Autumns dunkle Stimme -mal flüsternd, mal schreiend – ist kräftig zudem außergewöhlich, und die Texte ihrer Lieder (wie z.B. „Dead Is The New Alive“ oder „I Know Where You Sleep“) lassen auf eine ganz eigene Weltsicht schließen. Mit diesen Zutaten begeistert Emilie Autumn Musikfans gleich mehrerer Genres. Eine große Fan-Gemeinde hat sie sich vor allem in der Gothic-Subkultur aufbauen können. Auch ihren Kleidungsstil, zumindest auf der Bühne, hat sie ihrer Vorliebe für das viktorianische Zeitalter angepasst. Sie wirkt wie eine Puppe aus längst vergangenen Zeiten, dabei ist sie präsent und aktuell wie eh und je.
Emilie Autumn ist nicht nur eine brillante Musikerin sondern eine schillernde und außergewöhnliche Künstlerin, die im Jahr 2009 ihren eigenen Roman  „The Asylum for Wayward Victorian Girls“ veröffentlicht hat, und 2012 ihr Schauspiel-Debüt im Horror-Musical Film „The Devil’s Carnival“ gab.
Im Song F.L.A.G. aus ihrem aktuellen Album „Fight Like A Girl“ macht sie sich vor allem für Frauen stark, das dazugehörige 7–minütige Video ziert auch gleich die Startseite ihrer offiziellen Website.
Die bisher von Emilie Autumn veröffentlichten Alben heißen:  On a Day…“, „Enchant“, „Opheliac“, „Laced/Unlaced“, „A Bit o’ This and That“, „Fight Like A Girl“.
Leider hat sie bereits die Europa-Konzerte für ihre aktuelle Tour hinter sich gebracht, bleibt uns also nur noch, bis zu ihrer nächsten Tour zu warten.
Weitere Infos gibt es auf der offiziellen Seite: www.emilieautumn.com